Wer ist schuld, wenn wir uns nicht verändern?

Schon lange weiß die Psychologie: Unsere Persönlichkeit ist nicht starr. Wir sind nicht mit festen Eigenschaften geboren. Wir sind nicht einfach so, wie wir sind.

Stattdessen sind wir Menschen mit unseren Wesenszügen plastisch. Unsere Persönlichkeit kann sich verändern. Teilweise sogar dramatisch. Wir können schlechte Eigenschaften ablegen. Gute Eigenschaften annehmen.

Bist du schüchtern? Ängstlich? Schnell gereizt? Egoistisch? Launisch? Unsicher? Vielleicht bist du es momentan. Doch Veränderung ist möglich.

Durch Persönlichkeitsentwicklung und Sachen wir Meditation können wir unser Gehirn neu verknüpfen. Wir können uns verändern. Ganz bewusst.

Doch was bedeutet das? Wir können uns und unsere Persönlichkeit verändern? Liegt der Schluss nicht Nahe, dass wir verantwortlich sind, wie wir sind? Dass wir die Schuld haben, dass wir so sind wie wir sind?

Natürlich wäre es naiv, würden wir meinen, dass nur wir Einfluss auf uns hätten. Unsere Umgebung prägt uns enorm – vor allem in den jungen Jahren. Besonders unsere soziale Umgebung macht uns zu dem, wer wir sind.

Bist du schuldig, dass du so bist, wie du bist? Schuldig, sicherlich nicht. Um Schuld sollte es sowieso nicht gehen. Hattest du einen Einfluss? Ja, sicherlich. Die spannendere Fragen ist doch aber: Wie aktiv gestaltest du, wer du gerade wirst? Bist du passiv und lässt deine Umgebung dich „gestalten“? Oder arbeitest du aktiv mit und an dir, sodass du die Person wirst, die du gerne sein möchtest?

Es geht nicht darum, wer du warst, sondern wer du gerade wirst.