Was du mit 5 Minuten alles tun kannst

Wir alle haben chronisch zu wenig Zeit. Doch oft können 5 gute Minuten einen großen Unterschied machen. Hier einige Anregungen:

  • Journaling – kann deine Gedanken ordnen
  • Schreiben – kann der Anfang eines neuen Artikels oder Kapitels sein
  • Meditation – bringt innere Ruhe in dein Leben
  • Lesen – entwickelt dich weiter
  • Workout – hält dich fit (z.B. Liegestütz, Luftkniebeuge und Burpees)
  • Yoga – macht dich geschmeidig
  • Essen – Versorgt dich mit Energie

Mehr Zeit wäre sicherlich schön. Doch oft macht mehr Fokus schon einen riesigen Unterschied.

Systeme > Ziele

»Wir steigen nicht auf die Ebene von unseren Erwartungen. Wir fallen auf das Niveau unseres Trainings.«
– Archilochos

Wir steigen nicht auf die Ebene unserer Ziele. Wir fallen auf das Niveau unserer Systeme.

Unsere Ziele geben uns Orientierung. Sie spiegeln unsere gewünschten Ergebnisse wieder. Doch unsere Systeme sind es, die uns dahin bringen – und darüber hinaus. Unsere Gewohnheiten. Unsere täglichen Handlungen.

Eine Vision von der eigenen Zukunft zu haben, ist unglaublich wertvoll. Doch wir sollten und vermehrt auf unsere Systeme fokussieren, die uns dieser Vision näher bringen.

Sharing is caring?

Wenn wir Inhalte erstellen, wollen wir meistens, dass Menschen sie konsumieren und idealerweise auch teilen. Wir wollen, dass andere mit unseren Inhalten interagieren. Schließlich erstellen wir sie extra für sie, richtig?

Tatsächlich sind die meisten Inhalte nicht gut. Teilweise richtig schlecht. Billige Massenware. Dies ist sicherlich auch eine Folge des Bedürfnisses, irgendwie aktuell zu bleiben. Nicht in der riesigen Informationsflut unterzugehen. Daher werden möglichst viele Inhalte produziert. Doch am Ende tragen wir damit nur zum allgemeinen Lärm bei.

Wenn wir wollen, dass Menschen unsere Inhalte teilen, dann sollten wir zuerst teilenswerte Inhalte erstellen. Mehr Zeit und Energie dafür verwenden, gute Inhalte mit wahrem Wert zu schaffen. Nicht möglichst viel, sondern möglichst wertvoll.

Für wen ist es gedacht? Was möchten oder brauchen diese Menschen?

Es geht ihnen auch so

Niemand ist genau wie du. Das ist dir hoffentlich bewusst. Andere Menschen denken, fühlen und handeln anders als du. Und doch teilen wir alle das menschliche Erlebnis. Machen ähnliche Erfahrungen.

Es wäre nur natürlich, zu glauben, dass andere Menschen rational handeln sowie selbstbewusst und großzügig sind. Dass sie langfristig denken und anderen wohl gesonnen sind. So wie du – an deinem besten Tag.

Aber niemand hat ständig seinen besten Tag. Und vor allem nicht alle Menschen auf einmal. Genau wie wir manchmal sensibel oder gestresst sind, geht es auch anderen. Manchmal fühlt man sich einfach nicht so gut.

Wenn wir dies verinnerlichen, fällt es uns leichter, mit vielen schwierigen Situationen umzugehen. Wir können auf einmal viel mehr Mitgefühl aufbauen, wenn uns bewusst wird, dass die anderen mit den gleichen Themen oder sogar schwierigeren zu kämpfen haben.

Der stärkste Treiber für unser Verhalten?

Warum verhält sich ein Mensch, wie er sich verhält? Das ist unglaublich schwer oder sogar unmöglich, präzise zu sagen.
Das sollte uns jedoch nicht davon abhalten, uns über die wesentlichen Treiber von menschlichem Verhalten bewusst zu werden. Besonders wenn wir Produkte für andere Menschen erstellen und bewerben.

Einige der stärksten Treiber für unser Verhalten sind:

  • Überleben: Hilft es, besser zu überleben?
  • Sicherheit: Hilft es, Risiko zu reduzieren? Schafft es inneren Frieden?
  • Bequemlichkeit: Hilft es, Zeit oder Energie zu sparen?
  • Status: Hilft es, das Ansehen zu erhöhen?
  • Verbundenheit und Soziale Normen: Hilft es, Teil eines Stammes zu werden oder die Zugehörigkeit zu festigen?
  • Fortpflanzung: Hilfe es, Partner für die Fortpflanzung zu finden oder sich besser fortzupflanzen?

Die allermeisten Treiber für unser Verhalten, lassen sich auf eine zentrale Frage zurückführen: „Inwiefern hilft es mir?“.

Wir agieren in starkem Maße nach Eigeninteresse. Selbst viele „selbstlose“ Handlungen sind bei näherem Betrachten alles andere als selbstlos. Gäbe es keine inneren Belohnung für dieses Verhalten, würde es wahrscheinlich auch niemand tun. Das ist weder gut oder schlecht. Wir sollten uns dem jedoch bewusst sein.

Aufgeschobene Belohnung

Sehr häufig stimmen das, was du im Moment willst, und das, was langfristig das beste für dich ist, nicht überein. Dies mag einer der stärksten Gründe sein, warum viele Menschen nicht das Leben führen, welches sie eigentlich führen wollen.

Wenn wir uns auf die kurzfristigen Belohnungen fokussieren, mag sich dies im Moment gut anfühlen. Doch langfristig kann dies große Einschränkungen und Unzufriedenheit für uns bedeuten.

Wenn wir uns hingegen auf die langfristige Belohnung fokussieren, treffen wir meistens die langfristig besseren Entscheidungen. Langfristig geht es uns dann in vielen Fällen besser.

Um nur ein paar Bereiche zu nennen, auf die dies zutrifft: Investment, Lernen, Abnehmen, Fitness, Persönlichkeitsentwicklung, Gewohnheiten, Gesundheit, etwas aufbauen, Karriere, Familie, Sparen, Wein …

Man könnte das Ganze auch anders formulieren: Viele Menschen wollen ernten bevor sie etwas gesät haben. Doch selbst das Säen ist nicht ausreichend. Wir müssen es pflegen und wachsen lassen. Erst dann können wir die wirklich guten Früchte ernten.

Was es braucht, um Gewohnheiten zu überwinden

Gewohnheiten sind eine der stärksten Kräfte in unserem Leben. Wir Menschen haben unzählige Gewohnheiten. Manche sind für uns förderlich. Andere sind es nicht.

Wenn wir ein Leben voller Erfüllung und nach unseren Wünschen leben wollen, ist es förderlich, die richtigen Gewohnheiten zu haben. Unsere Gewohnheiten beeinflussen, was wir tun, sagen, denken, glauben und am Ende wer wir sind. Die Kraft von Gewohnheiten auf unser Leben ist wohl kaum zu überschätzen.

Durch ihre große Kraft kann es auch unglaublich schwer sein, sie zu verändern. Jeder der versucht hat, eine unerwünschte Gewohnheit zu verändern, hat dies sehr wahrscheinlich selbst erfahren.

Wenn wir Gewohnheiten verändern wollen, ist es hilfreich, sich eine Sache bewusst zu machen: Die Kraft der Gewohnheiten funktioniert wie Gravitation. Sie wirkt, ohne dass wir Energie dafür aufbringen müssen. Wenn wir sie überwinden wollen, müssen wir erstmal sehr viel Energie aufbringen. Vor allem Anfangs ist sehr viel Energie nötig.

Beim Flug von der Erde zum Mond müssen in den ersten Dutzend Kilometern mehr Energie aufgewendet werden als in den restlichen gut 384000 km. Ähnliches gilt, wenn wir unsere Gewohnheiten verändern wollen. Anfangs mag es sehr schwer sein. Doch dann können wir uns leicht von ihnen „lösen“ – und neue aufnehmen.

Warum möchtest du dieses Ziel erreichen?

Die Arbeit mit Zielen ist in verschiedenen Kontexten sinnvoll und hilfreich. Wenn wir mit Klienten Arbeiten. Ein Projekt starten. Selbst etwas in unserem Leben verändern wollen.

Dabei können wir uns nicht nur auf das Ziel selbst fokussieren, sondern auf die zugrundeliegende Motivation. Warum wollen wir dieses Ziel erreichen?

Wenn wir damit arbeiten, was uns motiviert, erhöhen wir die Wahrscheinlichkeit, das Ziel zu erreichen. Indem wir anfangs identifizieren, warum das Ziel so erstrebenswert ist, gewinnen wir noch mehr: Wir können von Anfang an schauen, ob die Motivation und Wünsche wirklich mit dem Ziel übereinstimmen. So können wir verhindern, dass wir von Beginn in die falsche Richtung laufen.