Neuigkeiten

Viele von uns haben einen starken Drang, ständig auf dem Laufenden zu sein. Wir müssen immer wissen, was gerade in der Welt passiert. Was die Nachrichten sagen. Wie das letzte Fußballspiel ausgegangen ist. Was unsere Freunde gerade machen. Lass uns ehrlich sein: Viele sind Nachrichtensüchtige. Junkies. Ständig auf der Suche nach dem nächsten Kick.

Möglichkeiten gibt es unzählige: Spiegel, T-Online, ARD, Instagram, Facebook, Twitter, Fernsehen, Blogs, Podcasts usw. Unzählige Stunden verbringen wir damit, diese Plattformen nach Neuigkeiten zu durchforsten. Doch warum tun wir das überhaupt? Warum geben wir diesen Plattformen so viel Kontrolle über unser Leben? Warum können wir uns nicht davon befreien? Tatsächlich können wir das. Sehr viele Menschen haben es bereits getan. Und du kannst es auch. Es hilft, wenn wir besser verstehen, was eigentlich abläuft. Lass uns einige Aspekte genauer anschauen.

Diese Medien machen uns wirklich süchtig

Wenn wir von Junkies reden, ist es keine Übertreibung. Social Media Plattformen sind explizit so designt, dass sie uns abhängig machen. Sie nutzen die gleichen Mechanismen, wie sie beim Glücksspiel angewendet werden.

Angst

Werden wir von Angst getrieben? Der Angst, dass wir etwas verpassen? Steckt dahinter vielleicht ein riesiges Bedürfnis nach Sicherheit und Zugehörigkeit? Sind es diese Bedürfnisse, die uns verleiten, bestimmte Verhaltensweisen immer und immer wieder zu wiederholen?

Wie haben Angst, etwas Wichtiges zu verpassen.

Wir haben Angst, dass uns eine Gelegenheit entgeht.

Wir haben Angst, dass wir von Unheil überrascht werden.

Doch sind diese Ängste begründet?

Verpassen wir wirklich etwas Wichtiges und stehen im Nachhinein doof oder ignorant da? Theoretisch kann das sein. Doch es ist wohl nicht so, dass wir dadurch riskieren, irgendwie aus unseren Stamm verbannt zu werden. Unsere Lebensgrundlage wird dadurch nicht bedroht sein. Vielleicht stehen wir mal etwas doof da, weil wir nicht wissen, was gerade so passiert. Na und? Wenn wir aus solchen Gründen schlecht behandelt werden, sollten wir ernsthaft überdenken, ob wir mit solchen Menschen Zeit verbringen wollen.

Verpassen wir wirklich eine Gelegenheit? Sicherlich werden wir das. Ständig entgehen uns Sachen. Doch die wirklich guten Gelegenheiten werden wir wohl nicht verpassen, weil wir nicht auf dem Laufenden sind. Ganz im Gegenteil: Solche Gelegenheiten kommen zu uns, wenn wir uns auf die wichtigen Dinge fokussieren.

Gehen wir das Risiko ein, dass wir von Unheil überrascht werden? Theoretisch könnte auch das sein. Doch vor wie viel Unheil wurdest du in den letzten Jahren bewahrt? Großes Unheil bekommst du auch so mit, wenn du einigermaßen regelmäßig mit anderen Menschen redest. Es ist ja nicht so, dass ständig irgendwelche Katastrophen passieren, die du nur abwenden kannst, wenn du einen bestimmen Geheimcode hast.

Wenn wir unsere Ängste näher beleuchten, stellt sich heraus, dass sie keine wirkliche Grundlage haben. Vielleicht waren sie früher relevant. Heutzutage können sie uns eher behindert, als wirklich helfen.

Die Plattformen dienen nicht uns

Social Media Plattformen leben von unserer Aufmerksamkeit. Um genauer zu sein: Sie verkaufen unsere Aufmerksamkeit. Wir sind nicht ihre Kunden. Wir sind ihr Produkt. Es liegt in der Natur dieser Plattformen, dass sie im Eigeninteresse agieren. Das müsste so nicht sein. Sicherlich gibt es auch einige Ausnahmen. Doch im Großen und Ganzen ist das oberste Interesse dieser Plattformen nicht unser Leben zu verbessern.

Doch was fangen wir mit diesen Erkenntnissen an? Wichtig ist die Situation erstmal zu erkennen und zu akzeptieren. Wir haben bestimmte Gewohnheiten entwickelt, die nicht unbedingt förderlich für uns sind. Wir versuchen Bedürfnisse zu befrieden, die von den Plattformen ausgenutzt werden. Auch wenn es nicht einfach ist, liegt es an uns, wie wir diese Plattformen nutzen.

Wir können lernen, dass wir nicht immer auf den Laufenden sein müssen. Tatsächlich sind wir besser dran, wenn wir es gar nicht versuchen. Widerstehe diesem Drang. Fokussiere dich stattdessen auf Sachen, die dein Leben besser machen.

Eine Möglichkeit damit umzugehen, ist generell deutlich weniger Informationen aufzunehmen. Nicht einfach impulsartig alles, was uns begegnet. Wenn wir bewusster Informationen in unser Leben lassen, kann uns dies deutlich mehr Freiheit und Leichtigkeit bringen.

Denkst du, dass du davon profitieren würdest? Doch du spürst weiterhin einen Widerstand? Wie wäre es, wenn du es einfach mal ausprobierst? Versuche für einen Tag nicht auf dem Laufenden zu bleiben. Schau, was passiert. Anschließend kannst du alles nachholen. Dann verlängerst du die Zeit einfach immer ein bisschen mehr. Es gibt viele Menschen, die seit Jahren komplett so leben. Und es geht ihnen gut. In der Tat ist es eine Gewohnheit, die man bei vielen erfolgreichen Menschen finden. Sie sind so einfach produktiver, da sie sich auf die relevanten Dinge fokussieren können.

Auch dir steht dieser Weg offen. Widerstehe dem Drang, auf dem Laufenden zu bleiben. Schalte einfach öfter mal ab.