Ist weniger wirklich besser?

Ist weniger immer besser? Sicherlich nicht. Manchmal ist weniger nichts. Und kein Essen zu haben, ist definitiv nicht gut. Für einen Menschen, der unterhalb der Armutsgrenze lebt und kaum Nahrung hat, ist das Thema Minimalismus wahrscheinlich nicht am relevantesten.

Doch die meisten von uns sind weit davon entfernt, unter einem gewissen Minimum zu leben. Für sie gilt oft: weniger ist mehr. Weniger bedeutet in so vielen Fällen einfach „genug“. Ich habe genug. Ich brauche und möchte nicht „mehr“.

Oft geht es gar nicht darum, einfach nur weniger Dinge zu haben. Es geht um ein Mindset. Wir Menschen neigen dazu, immer mehr haben zu wollen. Das führt schnell zu Unzufriedenheit und Unglück. Nicht zufällig zieht sich dieses Thema durch die Geschichte der Menschen. Mehr Dinge. Mehr Geld. Mehr Macht. Mehr Ansehen. Mehr Status. Mehr.

Sind weniger Zeug und Dinge besser?

In vielen Fällen ja.

Weniger bedeutet, dass du dir weniger Gedanken machen musst. Dass dein Kopf frei ist.

Weniger bedeutet, dass du weniger ausgibst. Du braucht weniger Patz. Ein kleineres Haus. Du musst weniger instand halten.

Weniger beutet, dass du weniger Sorgen hast. Du wirst weniger von Unordnung und Gerümpel belastet. Du hältst nicht ständig nach dem Nächsten Ausschau.

Weniger bedeutet, dass du leichter durchs Leben gehst. Du bist freier. Nicht an all dein Zeug gekettet. Du kannst dich besser auf andere Sachen fokussieren.

Weniger bedeutet, dass du einfacher und schneller reisen kannst.

Weniger bedeutet, dass weniger Ballast durchs Leben ziehst. Es hält dich weniger auf, etwas Neues zu tun. Du bist flexibler.

Weniger bedeutet, dass du weniger Zeit mit Sachen verbringst. Stattdessen tust du mehr Sachen. So kannst du dich weniger mit Dingen und mehr mit Menschen beschäftigen.

Weniger bedeutet, dass du nachhaltiger durchs Leben gehst.

Weniger bedeutet, dass du bestimmst, was in dein Leben kommt.

Weniger ist wundervoll. Weniger kann definitiv besser sein.